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ISBN 978-3-937150-16-0

Leseerfahrung von Edgar Helmut Neumann

Anna Kallab
Yasminblütenpampe

Geschichten aus Guatemala

Ein Blütenzauber aus 25 Jahren Guatemala-Erlebnissen.
Es ist die Geschichte eines Abenteuers. Erzählt wird ein Lebensabschnitt eines deutsch-östereichischen Paares. Der Leser fühlt sich nicht nur eingeladen, daran teilzuhaben. Die Geschichten aus Guatemala, die Anna Kallab uns in „Jasminblütenpampe“ teilweise recht spannend ausbreitet, sind ebenso unterhaltend wie sie in nicht wenigen Passagen auch nachdenklich stimmen.
Die Arca de Noé (Arche Noah) hat viel Herzblut gekostet, liest man zwischen den Zeilen. Sie war viel mehr als nur ein Vierteljahrhundert währendes Abenteuer. Sie war vor allem ein Nest des Betreiberpaares inmitten einer Naturlandschaft, die für es eine besondere Anziehungskraft hatte und viele Gäste zu ihm brachte. Dass diese Anziehungskraft verloren zu gehen drohte, als der Lago Atitlán im Hochland Guatemalas aufgrund der Umweltsünden um ihn herum vor einigen Jahren von Algenpest heimgesucht wurde, von dieser Angst des damals vom Tourismus lebenden Paares liest man im Internet, nicht im Buch. Wäre ich nicht Journalist, hätte ich es nicht vermisst. Aber man kann lesen von der Entwicklung im benachbarten Maya-Dorf und von den großen und kleinen Problemen des Landes. Anna Kallab sieht die Entwicklung ohne Pathos, eher ernüchtert. Doch am Schluss des Buches fällt ihr wie dem Leser der Abschied aus dem Paradies nicht leicht. Zuvor hat man teilgenommen am Aufbau und an der Belohnung für alle Anstrengungen. An manchen Stellen ist Schmunzeln nicht zu unterdrücken. Dafür sorgen nicht nur zwei Nasenbären und die Engelchen. Oder Papageien. Ein zahmes Eichhörnchen nicht zu vergessen. Nein, ich will nicht zu viel verraten. Nur noch, dass auch neugierig machende Rezepte in diesem Buch enthalten sind. Zu den Gewürzen gehört auf fast allen Seiten sehr viel Humor.
Die Autorin, in Schlesien geboren, wuchs in der Eifel auf. Ihren Mann lernte sie an der Universität Wien kennen. Zwei der vielen Stationen der Psychologin, die in Indonesien lebte, von dort nach Australien gesegelt ist, waren die Justizvollzugsanstalten in Heilbronn und Dresden. Bevor sie sich am Atitlan-See niederließen, waren sie und ihr Mann Wolfgang ein Jahr lang durch Südamerika gereist. Heute leben sie in Dresden und in Österreich. Bei ihrem Arche-Abenteuer sind sie mit Menschen aus aller Welt zusammen gekommen, besonders auch mit Künstlern und Schriftstellern, die das Paradies genossen haben. Das kann jeder bei der Lektüre der 124 Seiten gut nachvollziehen. (ehn)



 

ISBN 978-3-937150-16-0

Leseerfahrung von Dr. Wolfgang Betz

Anna Kallab
Yasminblütenpampe

Geschichten aus Guatemala

Es ist ist kein Kochbuch. Aber eine Köstlichkeit. Der Titel dieser locker und leicht geschriebenen Geschichtensammlung soll niemanden erschrecken, auch wenn er für die Zauberei in Anna Kallabs Küche steht.
Das milde Klima, der Atitlansee, der Blick auf die drei Vulkankegel, die Indianer in ihren bunten Trachten … – hier in Guatemala sah sie mit ihrem Mann nach einer Zeit der Weltenbummelei einen Ort zum Bleiben.
Die beiden Stadtmenschen ergriffen die Chance, ein ödes, landwirtschaftlich nicht nutzbares Gelände direkt am See zu kaufen, weit abseits des nächsten Dorfes und üblicherweise nur mit dem Boot erreichbar. Dort eröffneten sie 1986 ein kleines Hotel mit Restaurant.
Was sie in den 25 Jahren dort erlebten, mit den indianischen Dorfbewohnern, ihren Gästen, ihren Tieren, das erzählt Anna Kallab humorvoll, stets charmant, nie bissig, aber doch mit einem ernsthaften Hintergrund. „Arche Noah“ nannten die beiden ihre „Hütte“ in der sich dann auch alsbald allerlei Getier vom Nasenbären bis zum Amazonaspapagei einfand, was aufgepäppelt werden konnte oder gar anderswo ausgestoßen worden war.
Kochen ist Anna Kallabs Leidenschaft. Blüten, Kräuter, Früchte, Gewürze – alles, was im eigenen Garten gedeiht und wuchert oder auf dem Markt zu bekommen ist, verwertet und veredelt sie in immer neuen Kompositionen.
Neben den selbst erfundenen Rezepten gewinnt sie ihre besten Anregungen aus Kriminalromanen. Das wissen die Gäste natürlich nicht und genießen somit arglos:
„Was Sie anbieten, ist manchmal schon ein bisschen verrückt, aber erstaunlich gut.“
Im Jahr 2012 verkauften sie ihr „Paradies“ und zogen zurück nach Deutschland und Österreich. Auch in Guatemala war die Zeit nicht stehengeblieben: Das Gebiet um den See ist touristisch erschlossen, Hotels waren gebaut worden, neue Bewohner aus Europa und Nordamerika zugezogen.
Anna Kallab und ihr Mann erlebten mit, wie der Tourismus das Dorf und die Landschaft veränderte. „Es sieht wie Fortschritt aus, es bietet Möglichkeiten zur individuellen Entwicklung, nur zu größerer Zivilisation hat es kaum geführt.“
Dr. Wolfgang Betz




 
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